Weltweit gibt es fast 2,5 Milliarden Nutzer von Social Media. So überrascht es nicht, dass auch die Wirtschaft den Nutzen dieses Phänomens erkannt hat. Laut Facebook nutzen mittlerweile mehr als 50 Millionen kleine und mittelständische Unternehmen das Social-Media-Management-Tool Facebook Pages, um mit ihren Kunden direkt zu interagieren. Und das US-Wirtschaftsmagazin Forbes gibt an, dass 4 Millionen dieser Unternehmen für Social-Media-Werbung auf Facebook Geld bezahlen.

Mit den sozialen Medien bietet sich gerade kleineren Firmen und Betrieben eine kostengünstige Möglichkeit, um in den Dialog mit bestehenden sowie potenziellen Kunden zu gehen, Markenbewusstsein zu erzeugen, neue Kunden zu gewinnen und letztendlich den Umsatz zu steigern.

Zu den verbreitetsten Zielen gehören:

  • Steigerung des Bekanntheitsgrades
  • Vertrauensbasis zu Followerschaft auf- und ausbauen
  • hohe Reichweite trotz geringer Kostenintensität
  • medienwirksame Unternehmenspräsentation
  • schnelle Verbreitung von Produktinnovationen und Unternehmens-News

Allerdings haben kleine Unternehmen oft Schwierigkeiten, Social Media effektiv zu nutzen, und sie verfügen nicht über das Wissen, die Ressourcen oder die Zeit, um alles über bezahlte Werbung, Reichweite und das Posten von Inhalten, die für ihr Publikum relevant sind, zu lernen bzw. erfolgversprechend anzuwenden.

Social Media Marketing

Social Media Marketing

Soziale Medien werden von kleinen und mittelständischen Unternehmen oft wie traditionelle Marketingmedien behandelt: Sie planen mit ihnen ihre Anzeigen, hoffen, dass sie wahrgenommen werden, und warten darauf, dass sich dadurch automatisch neue Leads gewinnen lassen. Wer diesen klassischen Ansatz im Rahmen von Social Media Marketing verfolgt, der hat das Potenzial der sozialen Plattformen nicht verstanden. Denn in der Kommunikation zwischen Unternehmen und (potenziellen) Kunden geht es in den sozialen Netzwerken vornehmlich um eins: Interaktivität.

Wenn wir mit unseren Kunden in einen Dialog treten, setzen wir ihr Interesse auf eine persönliche Ebene. Die ungezwungene, auf Freiwilligkeit und Interaktion basierende Atmosphäre von Social Media ermöglicht den authentischen Austausch mit unseren Kunden. Wird der direkte Dialog auf authentische Weise, die den Nutzern einen Mehrwert bietet, umgesetzt, so bietet sich Unternehmen die Chance, die Kaufentscheidungen ihrer Kunden direkt zu beeinflussen.

Behandeln Sie Twitter beispielsweise nicht als eine Plattform der Selbstdarstellung, um die Tugenden Ihres Unternehmens zu verbreiten, sondern nutzen Sie das Medium vielmehr als Treffpunkt, an dem Sie sich mit Kunden austauschen, mit ihnen in Kontakt treten und vor allem, mit ihnen interagieren.

Um diesen Austausch effektiv anzugehen, sollten Sie Folgendes beachten: Beginnen Sie mit Ihren drei wichtigsten Marketingzielen und definieren Sie dann, wie soziale Medien Ihnen dabei helfen können, diese Ziele zu erreichen. Nutzen Sie Social Media nicht als ein plumpes Sprachrohr, sondern binden Sie es effektiv in Ihre Marketingstrategie mit ein.

Auf diese wesentlichen Aspekte ist zu achten

1. Wachsende Anhängerschaft: Die erste Regel der Interaktion mit potenziellen Kunden ist es, Menschen zu haben, mit denen man sich beschäftigen kann. Machen Sie daher auf all Ihren Medien auf Ihre Präsenz in den sozialen Netzwerken aufmerksam. Ganz gleich ob Sie von einer Landingpage auf Ihre Seiten auf Twitter, Facebook, Instagram & Co. verlinken, die Seiten auf Ihren Produkten und in Ihren Printpublikationen erwähnen oder sie in Ihrer E-Mail-Signatur integrieren und auf Ihren Visitenkarten abdrucken – die Leute müssen wissen, dass Sie in den sozialen Medien aktiv sind.

2. Erstellen von wertvollem Output: Wenn Sie möchten, dass sich die Menschen mit Ihrer sozialen Präsenz auseinandersetzen, so müssen Sie ihnen etwas bieten, sei es ein interessanter Artikel, ein kurzes Auflachen oder die Möglichkeit, ihre Meinung zu äußern. Stellen Sie Fragen, reagieren Sie auf Antworten, regen Sie zu Diskussionen an und geben Sie Inspiration. Ihre Zielgruppe wird sich Ihnen anvertrauen, wenn Sie für sie relevante Aspekte zur Debatte stellen.

3. Ziele erreichen: Aus welchem Grund auch immer Sie in den sozialen Medien vertreten sind, Sie müssen sicherstellen, dass Ihre Ziele klar definiert sind. Wenn es Ihr Ziel ist, die Markenbekanntheit zu steigern, sollten Sie sicherstellen, dass auf jedem Post Ihr Logo zu sehen ist. Wenn Sie Leads generieren möchten, stellen Sie sicher, dass Sie bei jeder Gelegenheit auf Ihre Website verlinken. Egal welche Ziele Sie verfolgen, stellen Sie sicher, dass Sie ihnen mit jedem Beitrag einen Schritt näher kommen.

Die wichtigsten sozialen Netzwerke identifizieren

Die wichtigsten sozialen Netzwerke identifizieren

Ein großer Fehler, mit dem kleine Unternehmen konfrontiert sind, ist der Versuch, jeden sozialen Kanal gleichzeitig anzugehen. Zu oft glauben Unternehmer, dass sie überall präsent sein müssen. Dabei sollten sie sich vielmehr die Zeit nehmen und zuerst herausfinden, welche Netzwerke für sie geeignet sind. Wir haben eine Übersicht der größten sozialen Netzwerke erstellt:

Facebook

Der erste Kanal, auf den fast jedes kleinere Unternehmen zugeht, ist Facebook. Mit über einer Milliarde täglich aktiver Nutzern verfügt Facebook über einen der größten Pools, um eine Zielgruppe zu generieren. Auf Facebook muss man allerdings strategisch vorgehen, insbesondere wenn es um bezahlte und organische Inhalte geht, die Ihr Publikum ansprechen und Ihre Follower begeistern sollen.

Instagram

Das am schnellsten wachsende Netzwerk ist Instagram. Marken auf der ganzen Welt nutzen Instagram, um ihr Produkt oder ihre Dienstleistung einem jüngeren Publikum zu präsentieren. Mit hochwertigen Bildern, Produktvideos und aussagestarken Hashtags ist Instagram ein leistungsstarkes Medium, das eine hervorragende Basis darstellt, um Ihr Unternehmen im Gespräch zu halten.

Twitter

Als Socia-Media-Plattform wurde Twitter für das schnelle Versenden von Nachrichten entwickelt. Wird eine Website regelmäßig in Tweets erwähnt, wird diese Erwähnung in den Google-Algorithmus aufgenommen. Das Twittern von beispielsweise Links zu eigenen Blogbeiträgen wird also automatisch zur strategischen Maßnahme der Suchmaschinenoptimierung. So wird die Bekanntheit des Unternehmensblogs gesteigert und die Website zieht mehr User an. Wenn die Zahl der aktiven Anhängerschaft steigt, so vergrößert sich die Chance, dass beliebte Tweets weiterverbreitet werden und eine noch größere Leserschaft und potenzielle Neukunden erreicht wird.

LinkedIn und Xing

Mit mehr als 467 Millionen Nutzern ist LinkedIn die weltweit größte, international aktive Social-Networking-Site für Berufstätige. Xing ist das europäische Pendant, das sich vornehmlich auf die DACH-Region konzentriert. Arbeitgeber nutzen beide Plattformen, um sich und ihr Unternehmen zu präsentieren. Es geht vor allem darum, Nachwuchskräfte und potenzielle Mitarbeiter zu identifizieren. Auch lassen sich offene Stellenangebote zielgruppenspezifisch platzieren.

Ihre soziale Präsenz effektiv nutzen

Im Bereich der sozialen Medien ist es wichtig, inspirierende und inhaltliche Ideen zu entwickeln. Es gibt viele Arten von Inhalten, die Sie in den sozialen Medien verwenden können. Für KMUs macht es Sinn, sich anzusehen, was bei anderen Unternehmen funktioniert hat und wie Sie diese Arten von Content selber in Ihre Strategie implementieren können. Es ist also ratsam, sich bei Branchenführern wie zum Beispiel Nike, Coca-Cola, Amazon usw. zu informieren, um zu sehen, wie diese Unternehmen ihre Taktiken in ihrer Strategie umsetzen.

Ihre sozialen Inhalte in all Ihren Kanälen sollten nicht mehr als 20 Prozent auf Werbezwecke ausgerichtet sein. Die restlichen 80 Prozent sollten den Fokus auf Ihre Kunden haben, sich mit ihnen austauschen und relevante Inhalte teilen, die Sie für wertvoll erachten. Seien Sie humorvoll, authentisch und zeigen Sie Anerkennung und Wertschätzung. Heben Sie sich von der Masse ab, indem Sie mit Ihren Kunden auf menschliche Weise im Austausch stehen und nicht den Geschäftsprofit im Hinterkopf haben.

Aber Achtung: Weniger ist mehr

Bedrängen und überhäufen Sie Ihre Follower nicht. Wenn die Zahl Ihrer Posts und Tweets steigt, sinkt damit in der Regel die Qualität. Denn meist haben Sie dann primär nur Statistiken im Kopf. Sie haben sich Ziele gesetzt und wollen diese erreichen: eine bestimmte Anzahl von Tweets pro Woche oder eine bestimmte Anzahl von Facebook-Posts pro Monat.

Konzentrieren Sie sich stattdessen lieber auf die Qualität Ihrer Beiträge. Legen Sie Wert auf Praxisnähe und teilen Sie hochwertige Inhalte, die das Leben Ihrer – potenziellen – Kunden erleichtern, sie unterhalten, informieren usw.

Mit den richtigen Tools zum Erfolg

Sparen Sie Zeit und Mühe und nutzen Sie Tools, die Social-Media-Marketing einfacher machen. Denn wussten Sie, dass im Jahr 2017 die durchschnittliche tägliche Nutzerzeit in sozialen Medien bei 135 Minuten lag? Oder, dass über 80 Prozent aller Kunden erwarten, dass ein Unternehmen innerhalb von 24 Stunden auf einen Social-Media-Beitrag antwortet?

Ein kleines Unternehmen zu führen, erfordert in vielen Bereichen Zeit und Aufmerksamkeit. Daher können Sie es sich nicht leisten, länger auf den sozialen Netzwerken aktiv zu sein, als Sie es unbedingt müssen. Eine CRM-Lösung kann Ihnen dabei helfen, Social-Media-Plattformen für Ihren Kundenservice zu nutzen, den Überblick über die Aktivitäten Ihrer Kunden auf diesen zu behalten und Ihre Kommunikation zu optimieren.

Um Ihre Produktivität zu steigern, bietet ein CRM-System wie Act! die Möglichkeit, Ihre Aktivitäten und Kampagnen, die Sie im Bereich der sozialen Netzwerke betreiben, innerhalb einer zentralen Schnittstelle für Marketing und Vertrieb zu verwalten. Lernen Sie Act! CRM jetzt unverbindlich kennen.

Fazit: mit Strategie und Plan zum Erfolg

Das A und O einer erfolgreichen Strategie für Ihr Social-Media-Marketing: Sie müssen in der Lage sein, in Ihren sozialen Kanälen eine starke Anhängerschaft aufzubauen. Je mehr Menschen Sie mit Ihren Posts, Tweets und Botschaften erreichen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihre Inhalte weiterverbreitet werden und sich potenzielle neue Leads ergeben.

Um die Interaktion zwischen (potenziellen) Kunden und Ihren Inhalten zu ermöglichen, müssen Sie Ihren Content zudem aktiv gestalten. Nur wenn Sie es schaffen, für Ihre Zielgruppe relevante Inhalte, die über Ihr eigenes Vertriebsinteresse hinausgehen, zu generieren, können Sie eine authentische Markenloyalität seitens Ihrer Followerschaft etablieren.

Dabei sollte jede Interaktion in Ihren sozialen Medien auf das Erreichen Ihrer spezifischen Ziele ausgerichtet sein. Sich von Beginn an hinzusetzen und Ihre Aktivitäten in den sozialen Netzwerken mit Ihrem Marketingprozess abzustimmen, ist daher unerlässlich. Nur wenn Sie ein einheitliches Bild kommunizieren und Ihre verschiedenen Medien und Publikationen aufeinander abgestimmt sind, können Sie Ihre übergeordneten Ziele erreichen.