Content Marketing kann Ihrem Unternehmen helfen, seine Ziele zu erreichen. Bevor Sie sich an das Erstellen von Inhalten machen, sollten Sie jedoch einen effektiven Content-Marketing-Plan erarbeiten.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie eine Content-Marketing-Strategie entwickeln können. Wir haben den Vorgang in folgende Schritte unterteilt:

  1. Definieren der Ziele Ihrer Content-Marketing-Strategie
  2. Definieren Ihrer Buyer Persona
  3. Bestimmen der Art des zu erstellenden Contents
  4. Bestimmen des Veröffentlichungsortes
  5. Erstellen eines Content-Kalenders

Lesen Sie weiter, um mehr über die einzelnen Schritte zu erfahren.

1. Definieren der Ziele Ihrer Content-Marketing-Strategie

Der wichtigste Aspekt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Content-Marketing-Strategie besteht darin, Ihre Ziele zu definieren.

Ohne klar definierte Ziele können Sie nicht wissen, ob Ihre Strategie von Erfolg gekrönt ist oder nicht. Dies kann letztendlich dazu führen, dass Sie Zeit mit der Erstellung ineffektiver Inhalte verschwenden.

Im Folgenden sehen wir uns einige der häufigsten Gründe an, warum Marken Content produzieren. Es ist natürlich auch gut möglich, dass Ihr Unternehmen mehrere Ziele verfolgt. Vielleicht möchten Sie sich sowohl als Experte Ihres Fachs etablieren als auch Besucher auf Ihre Website holen.

Sich als Experte einen Namen machen

Wenn Sie sich als Experte Ihres Fachs einen Namen machen und Ihren Markeneinfluss steigern wollen, dann muss Ihr Content neue Erkenntnisse und Einblicke in Ihre Branche bieten.

Sie können etwa Reports oder Umfragen veröffentlichen oder sich auf Ihr spezifisches Fachwissen oder Ihre Meinung zu Branchenthemen stützen. Wenn Ihr Content interessant genug ist, wird er von anderen Personen verlinkt und Leute lernen Sie als kompetenten Anbieter kennen.

Ein gutes Beispiel dafür ist App Annie, eine Daten- und Analyseplattform für Smartphone-Apps.

Content-Marketing-Strategie

Teil der Content-Marketing-Strategie von App Annie ist es, Berichte und Daten über App-Trends zu veröffentlichen. Auf diese Reports werden regelmäßig News-Websites aus dem Technologiesektor aufmerksam, die dann zum Bericht auf der App-Annie-Website verlinken.

Dies half dem Unternehmen, sich einen Namen als einer der vertrauenswürdigsten Anbieter im Bereich App-Daten aufzubauen.

Seine Präsenz in Suchmaschinen verstärken

Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist einer der Hauptgründe, warum Websites Content produzieren. Sie ist wahrscheinlich aber auch einer der verkanntesten.

Ein gutes Google-Ranking erfordert viel mehr, als einfach nur Artikel über Dinge zu schreiben, nach denen Leute suchen.

Sie müssen stattdessen Zeit in das Identifizieren von Keywords investieren, bei denen die Möglichkeit für ein gutes Ranking besteht. Dann müssen Sie optimierten Content produzieren, der genau auf diese Keywords ausgerichtet ist. Sie müssen auch viel Zeit in den Aufbau von Backlinks investieren, was die Vertrauenswürdigkeit Ihrer Website fördert. Hier finden Sie eine Liste der besten kostenlosen SEO-Tools, die Ihnen beim Identifizieren von Keywords behilflich sein können.

Anfangs werden Sie im Rahmen Ihrer SEO-Strategie mit sogenannten Long Tail Keywords am erfolgreichsten sein, d. h. mit relativ speziellen Suchbegriffen, bei denen es kaum Konkurrenz gibt. Sobald Ihr Unternehmen wächst und Ihre Website bekannter wird, können Sie auch allgemeinere Keywords verwenden, die mehr Besucher auf Ihre Website bringen können.

Es gibt jede Menge Beispiele für Unternehmen mit einer effektiven SEO-Strategie. TransferWise, ein Anbieter von Auslandsüberweisungen, zählt zu unseren Favoriten.

TransferWise bietet eine Fülle von großartigem Content rund um das Überweisen von Geld ins Ausland und hat ein gutes Google-Ranking. Im folgenden Screenshot sehen Sie, was passiert, wenn Sie nach „Geld ins Ausland überweisen“ suchen. Zwei der obersten Ergebnisse sind von TransferWise.

Content-Marketing-Plan

Leads generieren

Häufig dient Content zur Leadgenerierung, wobei Interessenten im Gegenzug für ihre Kontaktdaten Zugriff auf Reports, Fallstudien, E-Books, Kurse oder Whitepaper erhalten.

Das Ausschlaggebende hierbei ist, dass Ihr Content überzeugend und hilfreich genug sein muss, damit Leute ihre Kontaktdaten dafür preisgeben.

Hier bei Act! bieten wir unseren Websitebesuchern einen Leitfaden zur Marketing-Automatisierung, der Unternehmen helfen soll, mehr über die Vorteile der Marketing-Automatisierung zu erfahren und die richtige Software auszuwählen. Sie können den Guide hier herunterladen.

Content-Marketing-Definition

2. Definieren Ihrer Buyer Persona(s)

Der zweite Schritt auf dem Weg zu einer effektiven Content-Marketing-Strategie besteht darin, zu definieren, auf welche Arten von Personen Ihre Inhalte ausgerichtet sein sollen. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um Ihren „idealen Käufer“; eine fiktive Persona, die Ihre Zielgruppe repräsentiert.

Wenn Sie noch keine Buyer Persona haben, müssen Sie eine erstellen. In diese Persona können Sie folgende Informationen einfließen lassen:

  • biografische Daten wie Alter, Geschlecht, Ort, Branche, Einkommen, Interessen usw.
  • Probleme potentieller Kunden, auf die Ihre Lösung eingehen kann
  • Ziele, die Kunden mit Hilfe Ihres Produkts erreichen können
  • Herausforderungen, die Ihre Buyer Persona vor dem Kauf Ihres Produkts überwinden muss

Sie finden diese Informationen in Ihren vorhandenen Kundendaten, Websiteanalysen, Wettbewerbsanalysen oder Marktforschungsstudien. Diese Daten sind Ihnen dann bei allen Aspekten Ihrer Content-Marketing-Strategie behilflich – wenn es etwa um die Art des produzierten Contents und den Veröffentlichungsort geht.

Nehmen wir beispielsweise an, Sie möchten qualifizierte Fachleute mittleren Alters als Leads gewinnen. In diesem Fall ist es eine gute Idee, Blogbeiträge oder Fallstudien auf LinkedIn zu veröffentlichen. Wenn Sie stattdessen unter Millennials bekannter werden möchten, sollten Sie täglich auf Instagram posten.

Nähere Informationen dazu, wer welche Plattformen verwendet, finden Sie im Report von Pew Research, der sich mit der Social-Media-Nutzung 2019 befasst.

3. Planen der Arten des zu erstellenden Contents

Als Nächstes müssen Sie entscheiden, welche Art von Content Sie produzieren möchten. Diese Inhalte sollten Ihre Buyer Persona ansprechen und Sie gleichzeitig den Gesamtzielen näherbringen, die Sie mit Ihrer Content-Marketing-Strategie verfolgen.

Sie könnten folgende Arten von Inhalten veröffentlichen:

  • Blogbeiträge: Blogbeiträge sind wahrscheinlich die am häufigsten produzierte Art von Content. Sie eignen sich hervorragend, um das SEO-Ranking einer Website zu verbessern, und lassen sich schneller und kostengünstiger produzieren als Videos, Fallstudien usw.
  • Videos: Videos sind ebenfalls eine beliebte Art von Content. Videos können aufwendiger zu erstellen sein als Blogbeiträge und die Kosten können höher sein, sofern Sie das nötige Equipment nicht bereits besitzen. Näheres erfahren Sie in unserem Guide zum Thema Video-Content-Marketing.
  • Fallstudien: Fallstudien sollen für gewöhnlich zeigen, wie Ihr Produkt einem Unternehmen hilft, ein bestimmtes Problem zu überwinden. Sie veranschaulichen anhand eines realen Beispiels, wie gut Ihr Produkt tatsächlich ist.
  • Infografiken: Infografiken und Bilder dienen dazu, Statistiken über Ihr Produkt oder Ihre Branche ins Rampenlicht zu rücken. Das Tolle an Infografiken ist, dass sie sehr gerne geteilt werden, wenn sie gut gemacht sind und interessante Daten enthalten.
  • Online-Kurse, Spiele usw.: Content kann viele verschiedene Formen annehmen. Unternehmen haben im Rahmen ihrer Content-Marketing-Strategie bereits Spiele, Kurse, Apps oder auch komplette Websites entwickelt. Ihre Möglichkeiten sind unbegrenzt – produzieren Sie jede Art von Content, die Ihnen beim Erreichen Ihrer Geschäftsziele helfen könnte.

Es muss auch dazu gesagt werden, dass bestimmter Content gleich in mehreren Kategorien funktionieren kann. Wenn Sie beispielsweise eine tolle Idee für einen Blogbeitrag haben, könnten Sie diese auch in Form eines Videos oder Podcasts verwerten.

Eine gut gemachte Infografik lässt sich außerdem oft mit einem Blogbeitrag kombinieren, der auf bestimmte Punkte näher eingeht. Wenn Sie eine Fallstudie erstellt haben, könnten Sie die Erkenntnisse später auf eine Serie von Blogbeiträgen aufteilen und Leser dazu bewegen, den gesamten Report herunterzuladen.

Ein Beispiel für eine kombinierte Content-Marketing-Strategie ist eine kürzlich vom SEO-Tool Ahrefs veröffentlichte Studie, in der Wix SEO mit WordPress verglichen wird. Ahrefs zog die Ergebnisse auch heran, um einen ausführlichen Blogbeitrag, jede Menge Grafiken mit Daten aus der Studie und ein YouTube-Video zu erstellen.

Art des zu erstellenden Contents

4. Wo werden Sie Ihren Content veröffentlichen?

Bei der Entscheidung, welche Art von Content Sie produzieren möchten, sollten Sie auch darüber nachdenken, wo Sie ihn veröffentlichen werden. Ziehen Sie Ihre vorhandenen Plattformen in Betracht (sofern Sie welche haben) sowie Orte, die Ihre Buyer Persona vermutlich gerne besucht.

Ein Knackpunkt hier ist die Frage, ob Sie den Content in Ihrem eigenen Blog oder auf einer externen Website veröffentlichen. Wenn Sie neu auf dem Markt sind, wird Ihre Website wahrscheinlich noch nicht sehr häufig besucht. Dort veröffentlichte Inhalte werden daher möglicherweise nicht von vielen Leuten gelesen.

Wenn Sie jedoch alles auf externen Websites wie YouTube oder Medium veröffentlichen, werden Sie nie ein eigenes Zielpublikum aufbauen.

Am besten ist hier vielleicht eine kombinierte Content-Marketing-Strategie. Sie könnten anfangs ein paar maßgebliche Blogbeiträge auf Websites wie Medium oder LinkedIn veröffentlichen und dann SEO-optimierten Content auf Ihrer eigenen Website.

5. Erstellen eines Content-Kalenders

Zu guter Letzt müssen Sie Ihre gesammelten Informationen verwerten, indem Sie einen Content-Kalender oder Redaktionsplan erstellen. Dieser enthält eine Übersicht aller Inhalte, die Sie in einem bestimmten Zeitraum produzieren und veröffentlichen werden.

Der Kalender umfasst neben Informationen aus den oben angeführten Kategorien, z. B. den Veröffentlichungsort und das angestrebte Ziel, auch praktische Informationen zu den Autoren und dem Veröffentlichungstermin. Dies hilft Ihnen im Grunde, den Überblick über Ihre Content-Marketing-Strategie und -Maßnahmen zu behalten.

Abschließende Worte

Wenn Sie Zeit in eine gut durchdachte Content-Marketing-Strategie investieren, können Sie bessere Inhalte produzieren. Dies wiederum hilft Ihnen, Ihre Content-Marketing- und geschäftlichen Ziele zu erreichen. Und wer hat im Wettbewerb nicht gerne die Nase vorn?

Redaktionsplan